Wir heißen Vanessa, Luisa, Lena und Nargiz,

 

… und wir sind die Medienscouts der Mittelschule Pressig

 

 

Medienscouts sollen ihre eigene Medienkompetenz erweitern und ihr in Workshops erworbenes Wissen, ihre Handlungsmöglichkeiten sowie ihr Reflexionsvermögen für einen verantwortungsvollen und selbstbestimmten Medienumgang ausbauen. Darüber hinaus lernen Medienscouts, schwachen Mitschülern beizustehen und für ein gutes Schulklima zu sorgen nach dem Motto: Prävention ist der beste Opferschutz.

 

Gemeinsam mit zwei Bussen reisten wir zu Beginn des neuen Schuljahres 2014/15 deshalb zu einem zweitägigen Workshop an den Walchensee, um in der dortigen Jugendherberge als Gruppe weiter zusammenzuwachsen und voneinander und miteinander zu lernen. Auch vom bisherigen Wirken an der jeweiligen Schule wussten wir uns gegenseitig viel zu  berichten. Durch den Meinungsaustausch lernten wir, wie man eine Unterrichtseinheit zur Prävention sinnvoll und für die eigene Zielgruppe aufbauen kann.  Am zweiten Tag folgte dann vor allem die Vorbereitung auf die schwierige Rolle der "Medienscouts" als Ansprechpartner für unsere Mitschüler.

 

Der krönende Höhepunkt der zweitägigen Auftaktveranstaltung war jedoch unser Besuch des Kultusministeriums. Ministerialrat Dr. Ulrich Seiser hörte sich aufmerksam und interessiert an, was die Jugendlichen zu berichten wussten. Zustimmend bekräftigte er deren  Aussagen und spornte die Jugendlichen an: „Es ist gut, dass ihr da seid. Denn eure Arbeit ist unglaublich wertvoll!“

 

Wir neuen Medienscouts waren sichtlich stolz Als Dr. Seiser als Referatsleiter am Kultusministerium seine Wertschätzung für unsere Arbeit äußerte. Alfons Hrubesch, der Leiter der Außenstelle Kronach/Lichtenfels/Kulmbach des WEISSEN RING, war ebenfalls sehr zufrieden. Er ist mit seinem Team um Peter Bürgin hauptverantwortlich für die Idee zur Ausbildung der Medienscouts. Am Ende der Ausbildung der Medienscouts bei einem zweitägigen Workshop auf Schloss Schney Anfang Juni hatte Herr Hrubesch versprochen, dass die Arbeit und die Begleitung der Medienscouts im neuen Schuljahr in die nächste Runde gehen würden. Er hat sein Wort gehalten. „Mit diesem Projekt und der dahinter steckenden Idee werden wir auch in Zukunft für Aufsehen sorgen.“, versprach er weiter. Der Beweis für diese Einschätzung war der Besuch des Kultministeriums. Dieser eindrucksvolle Tag war aber auch zugleich Ansporn für uns, die Aufgaben und die damit verbundene Verantwortung eines Medienscouts weiterhin auszuüben.

 

An den beiden Tagen steckten wir Medienscouts im Süden Bayerns auch den Rahmen für die weitere Arbeit an den Schulen ab. Ein nächster Schwerpunkt in der Ausbildung der Medienscouts soll der verantwortungsvolle Umgang mit dem Smartphone sein. Geplant ist hierzu ein gemeinsamer Workshop im Februar 2015, der wieder vom WEISSEN RING organisiert und finanziert wird. Die begleitenden Lehrkräfte erklärten uns: „Das Thema ‚Smartphone’ ist bereits ab der 5. Klasse äußerst wichtig, und zusammen mit euch Medienscouts können wir hier gefährlichen Trends frühzeitig entgegenwirken.“

 

Alfons Hrubesch hatte die Idee, dass sich die Medienscouts der drei oberfränkischen Landkreise mit dem Kultusministerium vernetzen könnten. „Wenn von euren Erfahrungen andere Schulen in Bayern profitieren können, dann sind wir gerne bereit, uns Gedanken über den Aufbau entsprechender Grundstrukturen zu machen“, so Dr. Seiser interessiert.

 

Anne-Rose Merz, Mitarbeiterin des Ministerialrats, lobte  am Ende nochmals das Engagement, den Mut und vor allem die damit bewiesene Reife der Medienscouts: „Ich bin stolz auf euch und eure Arbeit. Solche Schüler wie euch brauchen wir in Bayern!“

 

Angespornt von diesem Lob machten wir uns alle hoch motiviert auf den Rückweg in unsere oberfränkische Heimat.

 

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