Besuch der Ausstellung „Schwarzes Gold II“

der ehemaligen Steinkohle-Bergbaugemeinde Stockheim

 

Besuch der Ausstellung „Schwarzes Gold II“

der ehemaligen Steinkohle-Bergbaugemeinde Stockheim

 

Am Donnerstag und Freitag der ersten Schulwoche 2016/17 besuchten die Klassen 2 bis 10M die Ausstellung über den Steinkohlebergbau in der Neukenrother Zecherhalle. Dort konnten sie sich in lebendigen Vorträgen  und anschaulichem Bild- und Filmmaterial über den ehemaligen Bergbau in Stockheim informieren. In einer abgedunkelten, nur mit einer Feuerstelle beleuchteten „Höhle“ konnten die Schülerinnen und Schüler Legenden, wie der vom „Eilazwerg“, lauschen und Erzählungen vom Steinkohleabbau folgen. Aktiv konnten sie ein ziemlich kniffeliges „Schachtelpuzzle“ vom ehemaligen Bergwerksgelände zusammenbauen oder (speziell für die Jüngeren) zum Thema Bergbau passende Bilder ausmalen.

 

Bayerns letztes und bedeutendstes Steinkohlebergwerk wurde 1968 geschlossen. Diese Schließung war für viele ehemalige Bergleute und Bürger im oberfränkischen Stockheim sehr schlimm, lebten doch viele Stockheimer und Familien aus der Umgebung vom Abbau des „Schwarzen Goldes“.  Die ehemaligen  Gebäude auf dem Gelände wurden 1997 weitgehend abgerissen, was viele, die mit und vom dem Bergbau gelebt hatten,  bis heute nicht verarbeiten.

 

400 Jahre Steinkohlebergbau sollen nicht in Vergessenheit geraten. Deshalb hat ein Team Ehrenamtlicher die zweiwöchige Ausstellung "Schwarzes Gold", die man vom 3. bis 16. September besuchen konnte, organisiert. Sogar die Frankenschau hatte sich auf Spurensuche gemacht, altes Filmmaterial wiederentdeckt und war bei der Produktion des Filmes über "Das Wunder von Stockheim" dabei. Dieser Film beruht auf einer wahren Begebenheit: Im Jahr 1879 am Gründonnerstag wurden 12 Bergleute in der Stockheimer Kohlegrube verschüttet. Durch eine einzigartige Rettungsaktion konnten alle Bergleute nach vier Tagen am Ostermontag gerettet werden. Dies empfanden sie als wahres Wunder,  und sie gelobten deshalb barfuß nach Vierzehnheiligen zu „wallen“. In dem Film, der direkt an den Originalschauplätzen produziert wurde, erinnern Laiendarsteller an dieses tragische Ereignis.