Besuch der bayerischen Staatskanzlei

 

in München

 

M10-Schüler debattieren im Kabinettssaal

 

Im Oktober 2016 besuchten die M10-Schüler der Mittelschule Pressig die bayerische Staatsregierung und erkundeten vor Ort die Aufgaben der Politiker. Sabine Lauterbach, eine Mitarbeiterin der Landeszentrale für politische Bildung begrüßte die Klasse und ihre LehrerInnen im Ministerium für Bildung und Kultus. Wissenschaft und Kunst und machte anfangs mit ihnen einen kurzen Rundgang durch das Haus. Anschließend informierten sich die wissbegierigen Schülerinnen und Schüler über die Aufgaben des Staatsministers, seiner Staatssekretäre und des Ministers mit seinen Fachabteilungen. Engagiert und interessiert stellten sie viele Fragen, wie z.B.  wie der Tageslauf eines Ministers aussähe. Auch in die Arbeit der Fachabteilungen konnten sie Einblicke erhalten. In einem regen Gespräch erfuhren die Mädchen und Jungen , dass in Bayern derzeit 1,7 Millionen Kinder in die Schule gehen. Von den 55 Milliarden des Bayerischen Haushalts wird fast ein Drittel für die 6100 Schulen und circa 120 000 Lehrkräfte aufgewandt.

 

Leider konnte die M10-Klasse nur einen kurzen Blick auf Ludwig Spaenle werfen, da dieser mit seinem Pressesprecher auf dem Weg zu einem Termin war und er sich somit keine Zeit für ein kurzes Gespräch nehmen konnte. In seinem Auftrag beantwortete die persönliche Referentin Herrn Spaenles die Schüler über ihre zuvor eingereichten Fragen. Sie erklärte ausführlich die Entstehung der M10-Prüfungsaufgaben, den Prüfungsverlauf und die Korrektur. Mittelschullehrer Thomas Duxner, ein Mitarbeiter des Ministeriums, stellte sich ebenfalls den vielen interessierten Fragen der Gruppe.

 

Im Anschluss daran erhielten die Pressiger M10-Schüler eine Führung durch die hauseigene Druckerei, wo auch die Prüfungsfragen für alle bayerischen Schulen gedruckt werden. Während dieser Führung wurden alle Arbeiten unterbrochen, denn die Druckerei ist bestens gesichert und videoüberwacht. Selbstverständlich soll keiner die Möglichkeit haben, die Prüfungsfragen vor dem eigentlichen Termin einzusehen.

 

Der nächste Anlaufpunkt waren die Bayerische Staatskanzlei und der Kabinettssaal. Ein Highlight war, als die SchülerInnen auf den Plätzen der Minister und des Ministerpräsidenten Platz nehmen durften. Dort durften sie in die Rollen der jeweiligen Kabinettsmitglieder schlüpfen. Nun wurde debattiert. Thema war die geplante dritte Startbahn für den Münchner Flughafen. Sie durften das Für und Wider aus der Sicht des Ministeriums erläutern und Stellung beziehen. Dabei erkannten die Mädchen und Jungen, dass es gar nicht so leicht ist, so weitreichende Entscheidungen zu treffen, dass man über seinen eigenen Tellerrand hinausschauen muss und ständig zum Wohl des Volkes entscheiden muss.

 

Die Gruppe war sich einig, dass diese „Sitzung“ der Höhenpunkt des Tages gewesen sei. Allgemein waren sie positiv überzeugt von den gewonnenen Eindrücken und Erkenntnissen dieses Besuchs in der Staatskanzlei. Carina Jungkunz z.B. fand die Ordnung in den Räumen des Staatsministers L. Spaenle, wo ja stets sehr viel gearbeitet und besprochen wird,  sehr beeindruckend. Moritz Thomas zufolge lohnte sich das frühe Aufstehen für die Fahrt nach München. Ihm hatte es vor allem der Ministarratssaal angetan. Auch das Büro eines Staatsministers, das im alten Stil eingerichtet ist und in dem an den Wänden alte teure Gemälde hängen, gefiel ihm sehr gut. Alle waren einer Meinung: „Das war eine echte Bildungsreise, bei der man viel gelernt hat!“