Projekt „Soziale Arbeit“:

 

 

ASB-Heim in Rothenkirchen

 

wurde zum Klassenzimmer

 

 

 

 

Erstmals zu Beginn des Schuljahres 2014/15 wurde an der Grund- und Mittelschule Pressig eine AG „Soziale Arbeit“ ins Leben gerufen. Seitdem besuchten jede zweite Woche sechs Schülerinnen der neunten und zehnten Klassen mit ihrer Fachlehrerin Karla Förtsch die Senioren im Rothenkirchener ASB-Heim im Rahmen dieses Sozialprojektes. Diese waren Anna Behrschmidt, Anna Förtsch, Selina Grebner, Julia Martin, Ebna Gökce Bagci und Laura Wachter.

 

In Zusammenarbeit mit Ergotherapeuten und Betreuern bemühten sich die Mädchen, etwas Abwechslung in den Alltag der älteren Bewohner zu bringen. Dabei lernten sie viele Dinge im Umgang mit den teilweise dementen und/oder behinderten Senioren. Das  machte sie sensibel für deren Befindlichkeiten.

 

Das hauptsächliche Betätigungsfeld der Praktikantinnen lag in der Beschäftigungstherapie. Sie konnten ihre eigene Kreativität einsetzen und selber Spiele kreieren, die den Bewohnern großen Spaß machten. Aber auch Basteln, Singen und Gedächtnistraining in Form von Sprichwort-Ergänzungen kamen bei den Bewohnern des ASB-Heims sehr gut an. Besonders ging wohl der Tag der Pflege-Oase unter die Haut. Anna Behrschmidt z.B. erzählte von spannenden und interessanten Erfahrungen, die sie mit den Senioren gemacht hatte.

 

Von Anfang an waren die Mädchen mit Feuereifer und Idealismus bei der Sache, und Frau Förtsch lobte das Engagement der Schülerinnen, das weit über die Unterrichtspflicht hinausgegangen sei. Auch die Pflegedienstleiterin Viola Förtsch sprach den Mädels ihre Anerkennung aus. Sie hätten viele neue Ideen eingebracht und die Stunden für die Senioren im Heim kreativ , spaßig und unterhaltsam gestaltet. Sie sei auch begeistert gewesen, wie sich die jungen Schülerinnen auf ihren Dienst vorbereitet hatten, wussten sie doch bereits zu Anfang viel über diverse Krankheiten und kannten schon viele Pflegebegriffe.

 

In einer kleinen Abschlussfeier sangen, bastelten und unterhielten sich die Mädchen und die Heimbewohner noch einmal viel miteinander. Julia Martin und Selina Grebner umrahmten die Feier musikalisch.

 

Fachlehrerin Karla Förtsch resümierte, die Schülerinnen und Senioren hätten nach anfänglichen Berührungsängsten miteinander viel Freude und Spaß, sodass die AG Soziale Arbeit für Alt und Jung ein großer Gewinn gewesen sei. Außerdem sei der Lernzugewinn durch den Umgang mit pflegebedürftigen Menschen sehr positiv zu bewerten.