Projektunterricht,

auch Projektarbeit, bezeichnet allgemein die Organisation des Unterrichts als Arbeit an einem Projekt. Unterrichtsprojekte können die Schülerinnen und Schüler motivieren und ihre Sinne ansprechen.                                                                



Dadurch zeichnet sich Projektunterricht aus: 

  • Handlungsorientierung, körperliche und geistige Arbeit werden gefordert und möglichst alle Sinne sollen angesprochen werden
  • Selbstorganisation und Selbstverantwortung z.B. in der Freiarbeit
  • Teamwork (kooperatives Lernen)
  • Situationsbezogenheit
  • Interessensbezogenheit, wobei das Interesse auch erst im Laufe der Zeit entstehen kann
  • zielgerichtete Planung
  • Geschwindigkeit und Vernetzung der Teilnehmer
  • Interdisziplinarität (fächerübergreifende Projekte)
  • Gesellschaftsrelevanz
  • Ganzheitlichkeit, d.h. das Projekt wird als Ganzes gesehen, d.h. der gesamte Arbeitsprozess wird gesehen
  • Produktorientierung
  • demokratische Unterrichtsführung
  • Miteinbeziehung außerschulischer Lernorte



Lehrer-Schüler-Verhältnis 

Auf Lehrer und Schüler kommen bei dieser Art des Lernens völlig neue Aufgaben zu, die sich wesentlich vom traditionellen Unterricht unterscheiden und sich auf das Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler auswirken. Gleichzeitig wachsen mit dem Projektunterricht auf beiden Seiten wesent- liche Potentiale und Möglichkeiten des Kompetenzerwerbs.                                                                                                                                                                        

Für den Lehrer bedeutet der Projektunterricht zunächst einmal die Aufgabe seines Organisations-monopols, was ihm aber die Möglichkeit verschafft, als Lernpartner für die Schüler seine pädago-gische und fachliche Kompetenz wirklich ins Spiel zu bringen. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass die Schüler mithilfe moderner Kommunikationsmittel, besonders des Internets, in der Lage sind, auf ein breites Spektrum an Wissen und Information zugreifen zu können. Der Lehrer behält jedoch als pädagogischer, fachlich professioneller und didaktischer Experte die Koordination im Überblick, muss erspüren, wann Interventionen notwendig sind und wann selbstbestimmtes Lernen gefragt ist.   Er ist sozusagen “teilnehmender Leiter.“ (Legutke)  

  

Der Schüler ist demnach  „leitender Teilnehmer“ (Legutke) und verdeutlicht somit, dass der Schüler aus seiner passiv-rezeptiven Haltung heraus aufgefordert ist, selbst aktiv zu werden, verschiedene Kompetenzen zu erwerben und diese dann auch einzusetzen.

 

Projekte fordern die ganze Lehrerpersönlichkeit und die im Rahmen von Projekten erzielten Lerneffekte werden von der Forschung als vielschichtiger, tiefergehend und resistenter gegen das Vergessen beschrieben. Besonders in der Folge der PISA-Studie, die erhebliche methodische und inhaltliche Defizite im deutschen Schulsystem aufgedeckt hat, erlebt die Projektmethode einen Aufschwung. (nach wikipedia.de)