Gewaltprävention in der Grundschule

 

In Zusammenarbeit mit Polizeibeamten, Pädagogen und Selbstverteidigungs-experten wurden auf Wunsch von Eltern und Lehrern Kurse für den Schulbereich zum Thema Gewaltprävention entwickelt.

 

Auch der Lehrplan für die bayerische Grundschule beinhaltet die Vorsorge gegen Gewalt und das „Nein-Sagen“ in bestimmten Situationen.

 

Um dieses schwierige und für die Sicherheit unserer Kinder so wichtige Thema den Schülerinnen und Schülern näher zu bringen, besuchte Herr Gerlach die Grundschulklassen in der dritten Juniwoche an der Grundschule Pressig. Herr Gerlach ist Ausbilder für Gewaltpräventionskurse und vielfach im schulischen Bereich tätig. Er vermittelte den Kindern auf spielerische Art das Thema Gewalt kindgerecht und in entspannter Atmosphäre. Der Kurs umfasste pro Klasse zwei Unterrichtsstunden. Er beinhaltet wesentliche Aspekte der Konfliktvermeidung, die auch im Lehrplan festgeschrieben sind. Vor allem durch praktische Übungen sollten die Kinder lernen, Gefahren zu erkennen und einzuschätzen und auch „Nein!“ zu sagen. Außerdem konnten sie erfahren, wie sie sich selbst mit ihrer Stimme, Mimik und Körperhaltung gegen unliebsame Kontakte Fremder behaupten können.

 

So lernten die Schülerinnen und Schüler z.B. wie sie sich durch Abwerfen der Schultasche vor dem Zugriff einer Person schützen und damit schneller weglaufen können. Eine gefährliche Situation könnte womöglich das Angesprochen werden aus einem Auto heraus sein. Hier lernten die Kinder, wie sie sich in diesem Fall verhalten sollten und dass ein sicherer Platz zum Unterhalten keinesfalls neben der Fahrer- bzw. Beifahrertür ist, sondern vor der Tür, also auf Spiegelhöhe. Die Buben und Mädchen wurden auch daraufhin instruiert, dass ihr Körper ihnen allein gehört und sie unliebsame Kontakte durchaus vehement – auch mit körperlicher Gewalt und lautem Schreien - abwehren dürfen. „Wo bekomme ich Hilfe her, wenn ich in Gefahr bin?“ Diese Frage der Kids konnte Herr Gerlach ihnen ganz leicht beantworten: „Hilfe, Feuer!“ ist immer ein Notruf, auf den die Menschen reagieren. Gezielt auf eine Person zugehen und diese bitten zu helfen, kann lebensrettend sein, da sich sonst oft niemand angesprochen fühle, einzuschreiten. Auch das lautstarke „Siezen“ von Erwachsenen trage dazu bei, Menschen auf eine Notsituation von Kindern aufmerksam zu machen, da sie beim „Du“ oft meinen, Eltern und Kind stritten sich womöglich nur.

 

Im nächsten Schuljahr wird Herr Gerlach gerne noch einmal an die Grundschul- und Mittelschule Pressig kommen und den Schülerinnen und Schülern viele weitere wichtige Tipps und Kniffe zum Thema Gewalt-prävention geben.

 

Wer sich näher über das Thema Gewaltprävention informieren will, kann dies unter www.wt-action.de tun. Hier gibt es Informationen, Bilder und Videos zum Thema.