Ein klares „Nein!“ zu Drogen!

 

Anti-Drogen-Theater

an der Mittelschule Pressig

 

 

Am Montag, 19. Januar 2015, erwartete die Klassen 8 bis 10M der Grund- und Mittelschule Pressig eine Präventionsveranstaltung  besonderer Art:   

                    

Eingeladen von Sozialpädagogin Katrin Ölsner und der Schulleitung machte das Weimarer Kultur-Express-Theater Station auf der Rothenkirchener Bühne mit ihrem Stück gegen Drogenmissbrauch von Katrin Heinke

 

„Drogen – von Gras bis Crystal“.

 

Das Anliegen dieser Theatertruppe ist es, ihrem jungen Publikum sozial engagiertes Theater altersgemäß zu präsentieren und durch bildliche Beispiele und in Diskussionen am Ende der Aufführung die spezifischen Probleme der Jugendlichen anzusprechen und darüber hinaus Spaß am Theater zu wecken.

 

Rektor Reinhard Horn machte in seiner Begrüßung auf mehrere Präventionsveranstaltungen für Schüler, Eltern und Lehrkräfte aufmerksam. Man wolle den Drogen den Kampf ansagen, auch wenn auch wenn an der Schule keine akuten Fälle bekannt seien. Dennoch müsse man stets wachsam sein und die Anfänge von Drogenmissbrauch erkennen, um rechtzeitig einschreiten zu können.

 

Der Konsum von Cannabis bereits im jugendlichen Alter steigt immer mehr an. Vor allem in deutschen Städten hat laut einer Statistik bereits jeder zweite Jugendliche schon einmal gekifft. Oft steigen sie zwischen 14 und 15 Jahren ein. Die Einstiegsdroge Cannabis beschleunigt laut neuesten Forschungsergebnissen das Suchtverhalten. Der Wirkstoff THC macht anfälliger für harte Drogen, was sich vor allem für die Entwicklung des Gehirns von Teenagern äußerst negativ auswirkt. Oft ist es nur ein kleiner Schritt zu sehr gefährlichen Suchtmitteln, wie Crystal Meth. Der Suchtwirkstoffgehalt ist äußerst hoch und es besitzt ein immens hohes Abhängigkeitspotential. Die physischen und psychischen Folgen sind beängstigend. Dies macht es zu einer der gefährlichsten Drogen, ist es doch zudem auch billig und leicht zu bekommen. Auch deshalb ist die rasante Ausbreitung dieses Suchtmittels kaum zu stoppen.

 

In dem Theaterstück „Drogen – von Gras zu Crystal“ wird die tödliche Gefahr und das vorhergehende  Leiden auf beeindruckende Weise verdeutlicht:


Anne und Florian, die sich seit dem Kindergarten kennen und mögen, verlieren sich trotz unterschiedlicher schulischer Laufbahn nie aus den Augen. Als Jugendliche entdecken sie ihre Zuneigung zueinander ganz neu, und sie treffen sich im alten Schuppen von Florians Opa zunächst um dort aufzuräumen. Im Laufe der Zeit wird mehr daraus, doch es stellt sich heraus, dass Florian Gras raucht – ein Schock für Anne. Doch auch sie lässt sich von ihm anstecken und probiert zunächst einen Joint aus. Ihr Freund jedoch konsumiert immer härtere Drogen. Nachdem sie  Florian eines Tages in bedrohlicher Verfassung erlebt, sagt sie jedoch den Drogen ab. Florian aber versinkt immer mehr im „Drogensumpf“, er kann nicht mehr zurück, zu groß ist der Druck seiner Eltern, das Abitur machen zu müssen, um ihren Ansprüchen gerecht zu werden. Er jedoch kommt damit nicht klar, würde er doch viel lieber etwas mit seinen Händen schaffen. Sogar Schläge vom Vater setzt es deswegen. Florian kann dem Druck nicht standhalten, schwänzt oft die Schule – und konsumiert Drogen.

 

Was zu Beginn wie ein harmloses Ausprobieren erscheint, zerstört mit der Zeit die Beziehung der beiden Jugendlichen. Aus Spaß wird gefährlicher Ernst: Florian nimmt Crystal, trinkt Alkohol gegen die Schlaflosigkeit. Anne macht Schluss und die zwei sehen sich eine Weile nicht mehr. Florian kämpft gegen die Sucht, doch alleine, ohne Anne schafft er es nicht. Als Anne den Schlüssel zum Schuppen zurückgeben will, trifft sie Florian dort an und ist zutiefst erschrocken über seinen körperlichen Verfall. Er hat stark abgenommen und zeigt starke Entzugserscheinungen, wie Jucken am ganzen Körper und Hallu-zinationen. Florian weigert sich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, und auch Anne versäumt es, den Notarzt zu holen und so endet der kraftraubende Kampf gegen die Drogen mit dem Tod des jungen Mannes.

 

Das beeindruckende Theaterstück, bot in authentischer Art und Weise Einblicke in die Hoffnungen, Ängste und Sehnsüchte der Jugendlichen. Unterhaltsam und lebendig gespielt zeigte es die verheerenden möglichen Folgen des Drogenkonsums auf. Ein großer Respekt gebührte hier den beiden Schauspielern Katharina Kraul und Thomas Gabor, die die Schüler und Schülerinnen von der ersten Minute an in ihren Bann zogen. 

 

Die Veranstaltungsreihe zur Drogenprävention wird mit einem Elternabend am 22. Februar 2015 um 18.30 Uhr fortgeführt.

 

 

 

 

 

Wie schütze ich mein Kind vor Drogen?

 

Vortrag für alle Eltern und Kollegen der GS & MS Pressig

 

 

 

Leider üben Drogen auf manche Kinder und Jugendliche einen besonderen Reiz aus. Anders als die meisten ihrer Altersgenossen, die sicher und wohl behütet aufwachsen, lernen sie frühzeitig Suchtmittel kennen. Dann geht die anfängliche Probierphase möglicherweise rasch in einen Dauerkonsum über – mit zerstörerischen Folgen für Körper und Psyche.

Als Eltern werden Sie denken: „Hoffentlich passiert meinem Kind so etwas nicht!“ Vielleicht aber lassen Sie in Ihrer Reaktion auf dieses Thema erst gar keinen Zweifel zu und Sie sagen sich:“ Mein Kind nimmt keine Drogen!“. In jedem Fall sollten Sie wissen, was es mit Suchtmitteln auf sich hat und wie Sie Ihr Kind vor Risiken bewahren können.

Außerdem müssen wir akzeptieren, dass bei der Rauschgiftmittelbekämpfung die Drogenprävention eine zentrale Bedeutung hat, da dem Drogenproblem allein mit repressiven Maßnahmen nicht wirksam begegnet werden kann. Vorbeugen kann nur wirksam sein, wenn wir uns alle gemeinsam dafür engagieren!

 

Um auch Sie, liebe Eltern aus allen Klassen, mit diesem sehr wichtigen Thema zu konfrontieren, aufzuklären und Ihre Kinder vor einem möglichen Drogenkonsum zu bewahren, laden wir Sie zu diesem wichtigen Elternabend ein.

 

                         Referentin:       Frau Karin Brandl, Kriminalhauptmeisterin

 

 

 

                       Zum Thema Drogen wird es in diesem Schuljahr

                               folgende Veranstaltungen geben:

  • 19.01.2015: Theateraufführung des Weimarer Theater Expresses „Drogen“ für Schüler der 8.-10. Klassen in Rothenkirchen      

  • 24.02.2015 um 14:00 Uhr: Lehrerfortbildung

  • Februar/April: Drogenprävention in den Klassen 8-10 (Frau Brandl)

 

Mit freundlichen Grüßen

Rektor Reinhard Horn