Grund- und Mittelschule Pressig feiert

20-jährige Schulpartnerschaft mit Schule in Bonou/Benin

 

Anlässlich der 20-jährigen Schulpartnerschaft mit einer Schule in Benin

 

wurde ein Projekttag an der Grund- und Mittelschule Pressig gestaltet.

 

Afrikanisches Flair war im gesamten Schulhaus der zu spüren. Musik, Tänze,

 

Essen - alles, was mit afrikanischer Kultur und Lebensweise zu tun hat,

 

beschäftigte die über 350 Schüler in Workshops, um Vieles über ihre

 

Partnerschule zu erfahren und um ihre Verbundenheit mit Bonou zum

 

Ausdruck zu bringen.

 

 

Großen Spaß hatten die Mädchen und Jungs Grundschule in Rothenkirchen

 

beim Einstudieren und Vorführen ihrer afrikanischen Lieder. Zunächst

 

begrüßten sie die Zuschauer mit „Salibonani“, das so viel heißt wie „Hallo.

 

Guten Morgen.“ und zu verschiedenen Tageszeiten als Begrüßung verwendet

 

wird. Im zweiten Song ging es darum, dass es sehr schwer ist bei der Jagd

 

ein Tier zu erlegen. Alle Lieder wurden nach afrikanischer Sitte mit

 

rhythmischen Bewegungen Tänzen begleitet.

 

 

Neben Handarbeiten gab es Wissensvermittlung, so zum Beispiel zum Thema

 

Flüchtlinge, "Krieg und Frieden". Die Grund- und Mittelschule Pressig

 

besuchen zurzeit 29 Flüchtlingskinder aus verschiedenen Staaten.
 

 

Ein Film der Klasse 5 a informierte über den Staat Benin und insbesondere

 

über die Partnerschule in Bonou. Rektor Reinhard Horn, der bereits seit 28

 

Jahren an der Schule in Pressig tätig ist, kann sich noch gut an die

 

Geburtsstunde der Partnerschaft erinnern.
 

 

Familie Evi und Günther Scheler aus Stockheim, als die Afrika-Botschafter

 

aus dem Frankenwald bekannt, regten damals zur Hilfeleistung für Bonou an.

 

Diese ist eine von 77 Kommunen in Benin.
 

Daraufhin ergriff die Schule die Initiative und wurde Schulpate. Immer

 

wieder gab es zu Schulfesten, Feierlichkeiten und anderen Aktivitäten

 

Ausstellungen und Sammelaktionen für Bonou.
 

Die Analphabetenquote in Benin ist noch immer ziemlich hoch. Wohlstand und

 

Entwicklung sind aber hauptsächlich von Bildung abhängig, deshalb sah sich

 

die Schule dazu aufgefordert, zu helfen. Die in den vergangenen Jahren

 

regelmäßigen Geld- und Sachspenden wurden jeweils durch die Familie

 

Scheler persönlich überbracht.

 

 

Vor einigen Jahren besuchte ein Student aus Benin die Grund- und

 

Mittelschule. Es wurden ihn 50 Kugelschreiber für die

 

Partnerschule in Bonou mitgegeben und einige Tage später kamen 50

 

Dankesbriefe in französischer Sprache in Pressig an.

 

 

Auch der Altbürgermeister und ehemalige Rektor Josef Wich mit seiner

 

Gattin Maria Wich setzten sich für die Unterstützung der Schule in Bonou

 

und die Vertiefung der Partnerschaft ein. Weil Frauen und Kinder in Bonou

 

kilometerweit zu einer Wasserstelle laufen mussten, um Wasser zu holen,

 

spendeten sie Geld zum Bau von Wasserbrunnen.
 

 

Das Geld aus dem Erlös des Frühstücks und anderer gebastelter

 

afrikanischer Geschenke beim Partnerschaftsfest in Höhe von 400 Euro

 

konnten die Schüler an die Familie Scheler überreichen. Diese freute sich

 

sehr darüber und versprachen, dass es wie immer in voller Höhe in Bonou

 

ankommen würde und dort für viele Kinder sinnvoll eingesetzt werden könne.

 

 

Der "Afrika-Tag" war ein rundum gelungenes Fest!