Krippenspiel in der kath.

 

Herz-Jesu-Kirche in Pressig

 

unter dem Motto:

 

 

 

 

„Weihnachtswünsche –

 

Warum wir eigentlich Weihnachten feiern“

 

 

 

 

Am Heiligabend fand in Pressig in der vollbesetzten Herz-Jesu-Kirche das traditionelle Krippenspiel während der alljährigen Kindermette statt.

 

Die etwa 40 jungen biblischen Darstellerinnen und Darsteller von der 1. bis zur 7. Jahrgangsstufe zogen mit Bläserbegleitung zum Hauptaltar ein. Auch unsere Flüchtlingskinder ließen es sich nicht nehmen, die Weihnachtsgeschichte nun schon zum zweiten Mal mit darzustellen. Als Kinder, Hirtenkinder und eine Königin waren sie in das Geschehen einbezogen und erfüllten ihren Deutschkenntnissen entsprechend eine Sprechrolle. Stolz und glücklich lachend konnte man sie, wie auch alle anderen Krippenspielerinnen und –spieler beim Gottesdienst beobachten.

Pastoralreferentin Kathrin Ritter eröffnete die Kindermette. Sie begrüßte die Krippenspielkinder und sprach die Tagesgebete mit der Kirchengemeinde. Einige der kleinen und großen Darsteller durften die Fürbitten lesen. Dann nahm die weihnachtliche Geschichte 2016 ihren Lauf.

In einem Vorspiel, das in der heutigen Zeit spielte, konnten die Kirchenbesucher spielende Kinder erleben, die sich über Weihnachten unterhielten. Sie erzählten einander von ihren Weihnachtswünschen, stritten darüber, wer eigentlich die Geschenke bringe und erörterten schließlich, warum wir eigentlich Weihnachten feiern - dass Gott nämlich seinen Sohn als Kind in der Krippe auf die Welt geschickt hat. Nicht in einem Königspalast – nein, in einem Stall bei Ochs und Esel wurde er geboren. Das fanden die Kinder und auch die Engelchen, die zugehört hatten „Echt cool!“.

Schließlich ertönte die Tagesschaumelodie und zwei Sprecherinnen kündigten eine Live-Übertragung aus der Herz-Jesu-Kirche an. Zwei Reporterinnen hatten sich auf die Suche nach dem wirklichen Weihnachtsgeschehen vor über 2000 Jahren gemacht und kommentierten nun die Aufführung der Weihnachtsgeschichte „Warum wir eigentlich Weihnachten feiern“ mit Maria und Josef, Engel Gabriel und Engel auf dem Feld, Krippe mit Kind, Hirten, Engelchen mit Heiligenscheinen, Königen, Trommlern und einer ganzen Bühne voll heller Kinderstimmen.

 

Der Engel Gabriel trat zu Maria und verkündete ihr die frohe Botschaft. Sie war von Gott auserwählt, die Mutter seines Sohnes Jesus zu werden. Maria erschrak, doch sie erklärte sich bereit für diesen großen göttlichen Auftrag. Zu dieser Zeit gab Kaiser Augustus den Befehl zur ersten Volkszählung. Somit mussten auch Maria und ihr Mann Josef in dessen Geburtsstadt Bethlehem ziehen. Mit ihnen begaben sich auch viele weitere Menschen in ihre Heimatstadt. Dieses Volk wurde von den Hirtenkindern dargestellt, und so zogen alle mit dem biblischen Paar zum passenden Lied der Engelchen durch die Kirche. In Bethlehem angekommen, fanden Maria und Josef jedoch keine einziges Gasthaus, das noch ein Zimmer für sie frei hatte. Wo sie auch klopften, wurden sie barsch, ja fast schon böse abgewiesen.  Es kam der Augenblick, wo Josef und Maria behutsam vor die letzte Herberge führte. Josef pochte laut an die Tür, doch auch diese Wirtin hatte kein Bett frei – doch als sie die hochschwangere Maria sah, bot sie ihnen einen Platz zum Schlafen in ihrem Stall an. Dankbar nahm das heilige Paar an, und so wurde in dieser Nacht der Heiland geboren. Maria wickelte ihn in Decken und legte ihn in eine Futterkrippe.

Auf den Feldern vor der Stadt Bethlehem schliefen die Hirten bei ihren Schafen.

Da erschien ihnen ein Engel, begleitet von einer kleinen Engelsschar. Auf der Klarinette  spielte er für die Hirten den „Little Drummerboy“ und weckte sie somit vom Schlaf. Er brachte den armen Männern die frohe Botschaft von der Geburt Jesu. Sie waren neugierig auf das Kind im Stall zogen musizierend zur Herberge. Die Sterne zeigten ihnen dabei den Weg. Jeder hatte ein Geschenk für das Jesuskind – wenn es auch nur ein kleines Lied oder eine Melodie („Ihr Kinderlein kommet“) auf der Gitarre war.

 

Auch dem König des schönsten Palastes im Morgenland war die gute Nachricht zu Ohren gekommen. Er war ein Sternenforscher und hatte einen besonders hellen neuen Stern am Himmel entdeckt. Dieser müsse die Ankunft des neuen Friedensfürsten bedeuten, so meinte er, denn nach langen Jahren des Krieges sehnten sich das Volk und sein König nach Ruhe und Frieden. „Ein gutes Zeichen ist das! Der Friedenskönig ist geboren! Ich will das heilige Kind willkommen heißen! Die kostbarsten Geschenke will ich ihm bringen. Der helle Stern wird mir den Weg weisen!“, rief er aus. Uns so machte er sich auf den Weg, traf noch mehr sternenkundige Könige und gemeinsam folgten sie dem leuchtenden Stern im All. Schließlich fanden auch sie das Kind in der Krippe. Sie knieten nieder und beteten es an und beschenkten die heilige Familie großzügig.  

Ja, so war das damals.

 

Alle wollten das heilige Kind willkommen heißen – mächtige Könige und arme Hirten. Sie beteten den Sohn Gottes an und machten ihm Geschenke – jeder gab, was er konnte:

Gold, Weihrauch und Myrrhe brachten ihm die Könige. Die Hirten versorgten die glück-liche Familie mit  warmen Fellen, frischer Schafsmilch und knusprigem Brot. Ruhe und  Frieden herrschte im Stall und alle wünschten sich, dass dieser friedliche Augenblick für immer dauern möge.

 

Ja, und diesen Weihnachtsfrieden wünschten schließlich auch die glücklichen kleinen und großen Krippenspieldarsteller allen Gläubigen mit den Worten:

                                              „FROHE  WEIHNACHT!!!

 

Mit einem Licht in der Hand sangen die Mädchen und Jungen von der frohen Weihnacht „Singen wir im Schein der Kerzen“ und ließen dabei ihre Kerzen behutsam tanzen.

 

Das Krippenspiel endete mit dem Lied „Wo der Himmel und die Erde sich berühren, kann ein Mensch die Liebe spüren,…“, das die jungen Darsteller aus voller Inbrunst sangen  und die großen und kleinen Gottesdienstbesucher mit der frohen Stimmung ansteckten und verzauberten.

 

Das Krippenspielgeschehen wurde von wunderschönen Liedern begleitet. Diese wurden von den Kindern und Reporterinnen gesungen  und alle Krippenspieler fielen in die Refrains ein. Die Songs begleiteten die Trommler rhythmisch  und alle Engelchen tanzten schwungvoll oder rockten sogar zu den eingängigen Melodien.

 

Das Krippenspiel inszenierte auch in diesem Jahr wieder Martina Müller. Wochenlang hatten die Krippenspieler am Samstag bzw. Sonntag fleißig geprobt, ihre Texte geübt und zuhause die Lieder fleißig zur CD eingesungen. Alle Darsteller wurden wieder mit zeitgenössischen Gewändern eingekleidet. Unterstützt wurde sie wie jedes Jahr von ihrer Kollegin Petra Scherbel. Das Pressiger Bläserensemble umrahmte den Kindergottesdienst feierlich.