Pressiger Schüler treffen

 

Umweltminister Thorsten Glauber

 

im Ministerium in München

 

Die Klasse M10 der Mittelschule Pressig war ins Umweltministerium nach München eingeladen. Dort trafen die Abschlussschüler und ihre Lehrerin G. Walther zunächst auf Ministerialdirektor Dr. Rüdiger Detsch, einen gebürtigen Pressiger, der es sich nicht nehmen ließ, die Gäste aus seiner alten Heimat persönlich willkommen zu heißen und der sich den Fragen und Ideen der Jugendlichen stellte.

In einer regen Diskussion ging es um die Umweltthemen, die den Schülern auf den Nägeln brannten.

 

So wurde über die Zukunft von E-Mobilität diskutiert, die besonders im ländlichen Raum durch mangelnde Ladestationen und die zu geringe Reichweite der E-Autos noch Jahre brauchen wird, bis diese Technologie hier zum Durchbruch kommt.

Weitere Themen waren die künftigen Einlagerungsorte für radioaktive Abfälle nach dem Aus-stieg aus der Kernenergie. Derzeit prüft das Ministerium geeignete Standorte. Auch Bayern kann als mögliches Endlager in Frage kommen.

Reisen, die die Umwelt nicht belasten wurden angesprochen. So sollte man Urlaub im eigenen Land machen und wenn möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen.  Die Schüler wollen dafür werben und versuchen ihren ökologischen Fußabdruck und ihre CO²- Bilanz zu verbessern. Nach München war die Gruppe aus diesem Grund mit der Bahn gereist Außerdem fragten die Schüler nach, welche neuen Möglichkeiten es bei alternativer Energiegewinnung noch gibt. Als Anregung wurde z.B. die Ökodisko in Rotterdam erwähnt, wo die Schwingungen auf dem Dancefloor in elektrische Energie umgewandelt werden.

 

Die Themen Klimaerwärmung und Plastikverpackungen wurden ebenfalls angesprochen und verschiedene Ansatzpunkte dazu erörtert. Hierbei wünschten sich die Schüler, dass Politiker und Berühmtheiten mit gutem Beispiel vorangehen sollten und so eine breite Masse erreicht wird, denn Stars sind oft Vorbilder und können so großen Einfluss auf das Verhalten der Menschen nehmen.

 

Nach den aufschlussreichen Gesprächen kam der Hausherr, Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber, zu Gruppe.

 

Durch seine offene Art verloren die Schüler schnell ihre Zurückhaltung und stellten Fragen rund um die Aufgaben und das Amt des Ministers. Ein Wochenplan mit allen Terminen von Thorsten Glauber zeigte eindrücklich, wie viele Stunden in der Woche mit Arbeit verplant sind und dass das Privatleben an zweite Stelle treten muss. Minister Glauber freute sich besonders über das engagierte Miteinander während des Besuchs. Er warb für politisches Interesse und Mitarbeit, denn nur so könne auch künftig Demokratie funktionieren.

 

 

Text: Gabriele Walther