Bundesweiter Vorlesetag – was ist das?

Die Aktion ist eine gemeinsame Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung. Er findet seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November statt.

Das Ziel des Bundesweiten Vorlesetags ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken. Die Kinder sollen schon bald mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt gebracht werden. Deshalb will die Initiative ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens setzen.

Zum Konzept:

An diesem Tag kann jeder, der Spaß am Vorlesen hat, zum Beispiel in Kindergärten, Schulen, Buchhandlungen oder Bibliotheken den anderen vorlesen. Aktionen können auch an ungewöhnlichen Vorleseorten stattfinden. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. So werden vielleicht im Schwimmbad, im Tierpark, in Museen oder sogar in der Fußgängerzone Geschichten vorgelesen.  

Jedes Jahr können mehr Menschen für diese Aktion begeistert werden. Deren Beteiligung und dem Engagement von über 1300 Politikern und prominenten Personen konnte im Jahr 2015 die 100.000er Marke geknackt werden! 2016 machten sogar 135.000 Vorleserinnen und Vorleser mit. Das zeigte, dass der Bundesweite Vorlesetag ein riesen großer Erfolg ist!

 

 

„Alle Kinder lernen lesen…“

 

„Lesen ist wichtig, drum lernen wir´s richtig!“. Dieses Ziel hatten sich die Klassen 2a/b der Grundschule gesetzt. Und nachdem sie in der 1. Klasse bereits viele Bücher aus der Bücherei ausgeliehen und darin geschmökert haben, sind viele Leseratten nun in der zweiten Jahrgangsstufe so weit, anderen mit ihren Lesekünsten eine Freude zu machen.

 

Zum Bundesweiten Vorlesetag 2017 wurden sie von der Kindergartenleiterin des Herz-Jesu-Kindergarten, Ulla Übelacker, eingeladen, den Vorschulkindern vorzulesen. Begeistert kamen zehn Mädchen und Jungs aus den Klassen 2a/b dieser Einladung nach. Fleißig hatten sie das betonte Vorlesen für andere in Partner- oder Gruppenarbeit unter der Anleitung von FöLin M. Müller geübt. Schließlich konnten sie die Früchte ihrer Bemühungen bei den zukünftigen ABC-Schützen ernten.

 

Am Freitag, den 17. November 2017 wurden sie im Kindergarten Pressig von den Vorschülern schon aufgeregt erwartet. Zur Begrüßung sangen die Schulkinder den Kleinen das Lied „Alle Kinder lernen lesen, selbst Indianer und Chinesen. Selbst am Nordpol lesen alle Eskimos! Hallo Kinder, jetzt geht´s los!“, vor. In verschiedenen Räumen der Einrichtung machten es sich jeweils ein Schul- und ein bis zwei Vorschulkinder gemütlich. Dann wurde eifrig vorgelesen, und die Kleinen lauschten fasziniert den lustigen und spannenden Abenteuergeschichten der frechen Maus Fussel und ihren Freunden. Am Ende stellten die Vorlese-Kids den zukünftigen Erstklässlern auch Fragen zum Inhalt der Geschichten, und sie kamen ins Gespräch miteinander. Im rotierenden Verfahren – die Vorlesekinder wechselten jeweils zu einem anderen KIGA-Kind, wenn sie mit ihrer Geschichte am Ende waren – hörten die Kindergartenkinder ca. sechs bis zehn verschiedene Geschichten.

 

Die Mädchen und Jungs hatten viel Spaß am Vorlesen für die „Kleinen“, die sie zum Teil von ihrer eigenen Kindergartenzeit her noch kannten. Mit großem Stolz und viel Freude lasen sie den Buben und Mädchen aus ihren Büchern vor und alle waren sich einig: „Das wollen wir öfter mal machen!“ So beschlossen Frau Übelacker und FöLin M. Müller dem Wunsch der Schülerinnen und Schüler und der zukünftigen Erstklässler nachzukommen und weitere Lesestunden im Laufe des Schuljahres zu vereinbaren.

 

Zur Erinnerung an diesen Vorlesetag und zur Nachbereitung der Geschichten erhielten die KIGA-Kinder von ihren Vorlesepartnern noch eine Ankleidemaus und Kleidungsvorlagen, die sie farbig gestalten und ihrem „Fussel“ anziehen können.

 

 

 

 

Klasse 1a liest

im Pressiger Kindergarten

aus ihrem Geschichtenschatz vor

 

Im Juni 2018 erfüllten die Kinder der Klasse 1a die Vorlesestunde das Versprechen der Zweitklässler und lasen den staunenden Kindergartenkindern aus ihrem eingeübten Geschichtenschatz vor. Diese hörten aufmerksam zu und freuten sich über diese willkommene Abwechslung. Viele konnten auf die gestellten Fragen gut antworten oder den Inhalt einer Geschichte wiedergeben. Das aktive Zuhören wurde auch geschult, als FöLin M. Müller eine Geschichte vorlas und die Kinder immer wieder in die Handlung einbezog, die Kinder Vermutungen anstellen ließ und  sie zum Weitererzählen anregte.

 

Mit dem fröhlichen Lied von der Vogelhochzeit und dem Abschiedsspruch "Es rasen die Minuten, ..." verabschiedeten sich die Schulkinder - nicht ohne zu versprechen schon im Juli wiederzukommen.

 

 

Hier einige Impressionen: