In die Küche – fertig – los!

 

Eine Kochstunde zum Thema „Nachhaltiges Kochen mit Fisch“ erwartete die AG Soziales der 10. Klasse am Montag, den 23. November 2015.

 

Frau Detsch und Frau Morgenroth vom Landgasthof Detsch in Haig und Herr Schmitt vom Tropenhaus in Tettau wurden von den Schülerinnen und deren Lehrerin, Frau K. Förtsch, herzlich begrüßt.  Zu Beginn der Stunde vermittelte  Herr Schmitt den erwartungsvollen Jungköchinnen viel Wissenswertes über die Tilapiafisch, der im Tropenhaus nachhaltig gezüchtet wird. Ein Exemplar dieses Fisches hatte er der AG Soziales auch gleich zum Kochen  mitgebracht.

 

Nun gaben Frau Detsch und Frau Morgenroth zu den beiden Gerichten „Tilapiafilet mit Orangenrisotto“ und „Tilapia-Gemüsegratin“. Anschließend hieß es: „Ran an die Töpfe und Pfannen!“. Zunächst zeigten die beiden Fachfrauen, wie der Fisch filetiert wird, was die Schülerinnen  gleich selbst ausprobieren durften. In zwei Gruppen wurden nun die beiden herrlich duftenden Speisen zubereitet. Schließlich genossen sie beim gemeinsamen Essen die interessanten und wohlschmeckenden Fischgerichte.

 

Zum Dank für den interessanten und informationsreichen Nachmittag überreichten die Zehntklässlerinnen den Gästen zum Abschied selbstgemachte Geschenke aus der Schulküche.

 

 

 

Projekt „Soziale Arbeit“:

 

ASB-Heim in Rothenkirchen wird zum Klassenzimmer

 

 

Erstmals zu Beginn des Schuljahres 2014/15 wurde an der Grund- und Mittelschule Pressig eine AG „Soziale Arbeit“ ins Leben gerufen. Seitdem besuchen jede zweite Woche sechs Schülerinnen der neunten und zehnten Klassen mit ihrer Fachlehrerin Karla Förtsch die Senioren im Rothenkirchener ASB-Heim im Rahmen dieses Sozialprojektes. Diese sind: Anna Behrschmidt, Anna Förtsch, Selina Grebner, Julia Martin, Ebna Gökce Bagci und Laura Wachter.

 

In Zusammenarbeit mit Ergotherapeuten und Betreuern bemühen sich die Mädchen, etwas Abwechslung in den Alltag der älteren Bewohner zu bringen. Dabei lernen sie viele Dinge im Umgang mit den teilweise dementen und/oder behinderten Senioren. Das  macht sie sensibel für deren Befindlichkeiten.

 

Das hauptsächliche Betätigungsfeld der Praktikantinnen liegt in der Beschäftigungstherapie. Sie können ihre eigene Kreativität einsetzen und selber Spiele kreieren, die den Bewohnern großen Spaß machen. Aber auch Basteln, Singen und Gedächtnistraining in Form von Sprichwort-Ergänzungen kommen bei den Bewohnern des ASB-Heims sehr gut an. Besonders geht wohl der Tag der Pflege-Oase unter die Haut. Anna Behrschmidt z.B. erzählt von spannenden und interessanten Erfahrungen, die sie mit den Senioren machte.

 

Von Anfang an sind die Mädchen mit Feuereifer und Idealismus bei der Sache, und Frau Förtsch lobt das Engagement der Schülerinnen, das weit über die Unterrichtspflicht hinausgeht. Auch die Pflegedienstleiterin Viola Förtsch spricht den Mädels ihre Anerkennung aus. Sie würden viele neue Ideen einbringen und die Stunden für die Senioren im Heim kreativ , spaßig und unterhaltsam gestalten. Sie sei auch begeistert, wie sich die jungen Schülerinnen auf ihren Dienst vorbereitet hatten, denn sie wüssten bereits zu Anfang viel über diverse Krankheiten sowie die Pflege- und Pflegebegriffe.

 

In einer kleinen Abschlussfeier singen, basteln und unterhalten sich die Mädchen und die Heimbewohner noch einmal viel miteinander. Julia Martin und Selina Grebner umrahmen die Feier musikalisch.

 

Fachlehrerin Karla Förtsch resümiert, die Schülerinnen und Senioren hätten nach anfänglichen Berührungsängsten miteinander viel Freude und Spaß, sodass die AG Soziale Arbeit für Alt und Jung ein großer Gewinn sei. Außerdem sei der Lernzugewinn durch den Umgang mit pflegebedürftigen Menschen sehr positiv zu bewerten.