Bist auch du bald ein Juniorhelfer ?


Das Konzept des Juniorhelfers ist in Bayerischen Schulen fest in den Lehrplan integriert. Demnächst wird auch der Schulsanitätsdienst an der Grund- und Mittelschule Pressig wieder aktiviert werden. Für die nächste Zeit steht die Ausbildung zum Juniorhelfer für die Grund- und Mittelschüler an.  

                                                                                                                                                                                                                Der Juniorhelfer-Kurs ist der Erste Hilfe Kurs für Kinder. Das Jugendrotkreuz im BRK Kronach bietet die Juniorhelfer-Kurse an. Ein "Profi" wird dich in allem unterrichten, was du für einen Notfall brauchst.  Hier lernst du, wie du bei einem Notfall am schnellsten Hilfe holen kannst, was du tun musst, wenn sich einer deiner Freunde auf dem Spielplatz verletzt und blutet, oder wie du einen Bewusstlosen richtig lagerst, bis der Rettungsdienst kommt.


 

Also, worauf wartest du noch? Werde auch du ein Juniorhelfer!

 

 

Wann der nächste Kurs im Schuljahr 2013/14 beginnt,

erfährst du hier rechtzeitig!


 

Juniorhelfer-Kurs im März/April 2014 für die 2. Klasse

 

Die ersten Infos und Bilder aus diesem Kurs kannst du                   

 

hier   lesen bzw. anschauen!!!

 



Elternbrief und Anmeldung zum Juniorhelfer-Kurs 2014
Juniorhelfer - Elternbrief 2014.pdf
PDF-Dokument [226.9 KB]

 

 

Juniorhelfer-Ausbildung 2011/12

 

Es ist geschafft!

 

Die Juniorhelfer der zweiten und dritten Klassen haben vor den Pfingstferien ihre jeweils vier Doppelstunden umfassende Ausbildung erfolgreich beendet und können nun ihren Dienst in der Grundschule in Rothenkirchen aufnehmen.

 

Angefangen vom Notruf, Pflasterverbänden bei kleineren Wunden über Kopfverbände, Armverbände, stabiler Seitenlage bei Bewusstlosigkeit, Schocklage, Verhalten bei Knochenbrüchen und schließlich bis hin zu Druckverbänden bei starken Blutungen können sie jetzt bei

kleinerenNotfällen helfen.

 

Die ersten Juniorhelfer aus den dritten Klassen  nahmen ihren Dienst bereits nach den Osterferien in den Pausen nach einem festen Einsatzplan auf. Ihre Aufgabe ist es, die Pausenaufsichten zu unterstützen und bei kleinen „Verletzungen“ Erste Hilfe zu leisten. Dabei opfern sie selbst ihre Pause für die Gemeinschaft! Doch sie tun dies verantwortungsbewusst und mit großem Engagement - darauf dürfen sie zu Recht stolz sein!
Das zeigt, dass durch den Juniorhelferdienst sollen soziale Verhaltensweisen wie Mitverantwortung und Hilfsbereitschaft, aber auch das Selbstbewusstsein geschult werden. Die ausgebildeten Schüler haben eine Vorbildfunktion für ihre Mitschüler.

 

Kursleiterin Kerstin Köhlerschmidt vom Roten Kreuz Kronach überreichte den jungen Ersthelfern am Ende der letzten Stunde ihre Ausweise. Dazu übergab sie den Juniorhelfern eine rote Verbandtasche mit allen notwendigen Materialien für die Erste Hilfe und dazu als äußeres Zeichen ihres Amtes zwei gelbe Schutzwesten und Juniorhelfer-Buttons.

 

Im zweiten Abschnitt wurden nach den Osterferien auch die Juniorhelfer der 2. Klasse ausgebildet. Zum Ende dieses Kurses überraschten Kerstin und der stellv. Leiter UG SanEL Ralf Schmidt die jungen Ersthelfer am 22. Mai 2012 auf besondere Art: Sie fuhren nämlich mit einem Krankentransporter und einem Rettungswagen des Roten Kreuzes auf dem Schulgelände in Rothenkirchen vor! Alle Helferinnen und Helfer durften die Einsatzwagen inspizieren. Kerstin und ihr Kollege führten den interessierten Kindern in einer Doppelstunde die Einrichtung, das Verbandmaterial und die Instrumente beider Rettungsfahr- zeuge vor und natürlich durften die kleinen Ersthelfer auch selbst einmal Verletzte mimen und verschiedene Gerätschaften ausprobieren. Dabei wiederholten sie spielerisch die wichtigsten Verhaltensmaßnahmen bei einem Notfall. "Anschauen, anfassen, ansprechen!" lautet hier immer die erste Regel. Auch ein Notruf wurde noch einmal simuliert. Anschließend demonstrierten die beiden Rettungssanitäter, wie die weitere Versorgung eines Patienten beim Eintreffen des herbeigerufenen Rettungsdienstes aussehen könnte. Sie zeigten z.B. die Lagerung des Verletzten auf einer auseinanderklappbaren Liege und der Luftpolsterdecke zum Stabilisieren  z.B. bei starken Rückenschmerzen nach einem Sturz vom Klettergerüst.

 

Nach den Pfingstferien werden nun die hoch motivierten Juniorhelfer ihr Wissen und Können in einer kleinen theoretischen und praktischen Prüfung in Form eines Parcours unter Beweis stellen können. Dann werden auch die Zweitklässler voller Stolz ihre Juniorhelfer-Urkunde und -Ausweise in Empfang nehmen und ihren Mitschülern in den Pausen bei Unfällen sicher helfen.

 

Die Schülerinnen und Schüler und ihre Juniorhelfer-Betreuerin Martina Müller bedankten sich herzlich bei Frau Köhlerschmidt für ihre engagierte, liebenswürdige und geduldige Kursleitung und die überreichten Juniorhelferwesten und der Erste-Hilfe-Tasche.

Auch Ralf Schmidt sagten sie ein herzliches "Dankeschön" für seinen "Einsatz" mit dem Rettungswagen an der Grundschule in Rothenkirchen.

 



 

 

So lehrreich - aber auch lustig -

 

ging es bei unserer Juniorhelfer-Ausbildung zu:

 

 



Logo des Schulsanitätsdienstes

 

Empfehlungen zum Schulsanitätsdienst



Vermittlung sozialer Werte und Erziehung zu Verantwortungsbewusstsein an Schulen stehen schon lange im Fokus der Hilfsorganisationen. Gerade Erste-Hilfe-Programme können diesem Ziel in besonderer Weise gerecht werden.

Nun haben die Hilfsorganisationen gemeinsam Empfehlungen für die Ausbildung von Schulsanitäter/innen herausgegeben. Die Empfehlungen richten sich an alle Schularten der Sekundarstufe und zeigen die Grundlagen für Ausbildung, Fortbildung und Rahmenbedingungen an der Schule auf. Zu einer den Bedürfnissen der jeweiligen Schulen angepassten Organisation des Schulsanitätsdienstes beraten die Hilfsorganisationen gerne.

 


Schulsanitätsdienst

 

Im Bundesdurchschnitt hat jeder 11. Schüler jährlich einen anzeigenpflichtigen Schulunfall. Nicht eingerechnet die vielen kleinen Verletzungen, die der (Schul-)Alltag so mit sich bringt. Ein Schulsanitätsdienst ist ständig vor Ort und kann somit schnell und zuverlässig Unfallfolgen mindern oder kleinere Versorgungen übernehmen.



Mehr als eine Million Schulunfälle ereignen sich jedes Jahr an deutschen Schulen. Gerade die ersten Minuten sind oft entscheidend für den Erfolg einer Hilfeleistung. Die Überbrückung der ersten, entscheidenden Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder auch einfache Versorgungen können Aufgabe eines Schulsanitätsdienstes sein. Der Schulsanitätsdienst ist ein Zusammenschluss von qualifizierten Schülern, die vor Ort sind und wenn nötig Erste Hilfe leisten können. Zu festen Zeiten, wie beispielsweise den Pausen, an Wandertagen oder etwa beim Sportfest, leisten sie ihren "Dienst" und stehen mit ihren Erste-Hilfe-Kenntnissen zur Verfügung.

 

Erstversorgung durch Schulsanitäter?

Die Erste-Hilfe-Versorgung wird durch den Schulsanitätsdienst ganz wesentlich ergänzt. Oftmals erfolgt die Erstversorgung an Schulen durch Lehrkräfte, die Schulsekretärin oder den Hausmeister, deren Erste-Hilfe-Ausbildung unter Umständen Jahre zurück liegt. Ohne beständiges Üben, Anwenden und Auffrischen der Erste-Hilfe-Maßnahmen besteht jedoch keine sichere Grundlage für eine Notfall-Versorgung. Den Schulsanitätern hingegen wird eine fundierte Erste-Hilfe-Ausbildung geboten, deren Inhalt durch kontinuierliches Üben und Anwenden gefestigt ist.
Die Hilfsbereitschaft der Schüler wird in konkretes Handeln umgewandelt, das Vertrauen in eigene Fähigkeiten wird gestärkt und die Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme wird gefördert. Ausgebildete Schulsanitäter handeln sachgerecht, überlegt und verantwortungsbewusst und sind in der Folge kompetente Ersthelfer.
Zudem wirkt sich der Einsatz und die dauerhafte Präsenz der Schulsanitäter positiv auf das soziale Klima einer Schule aus. Schulsanitäter leisten einen wesentlichen Beitrag zur Unfallverhütung, Gesundheitser-ziehung und Sicherheit einer Schule und sind somit wichtiger Teil einer Schulgemeinschaft.


 

Aufgaben und Ziele des Schulsanitätsdienstes

Das soziale Engagement und Handeln von Kindern und Jugendlichen soll gefördert werden. Die Praktizierung und Stärkung von sozialem Handeln im schulischen Rahmen wirkt sich langfristig auf die Entwicklung der Persönlichkeit aus. Die Mitglieder des Schulsanitätsdienstes lernen reale Aufgaben kennen und übernehmen schon früh tatsächliche Verantwortung. Dies macht Schulsanitäter im Leben - auch außerhalb der Schule - zu verantwortungsbewussten und zivilcouragierten Mitgliedern der Gesellschaft. Zusätzlich wird durch den direkten Praxisbezug des Erste-Hilfe-Unterrichts die Lernmotivation gestärkt, was sich auch auf andere Bereiche positiv auswirken kann. Und nicht zuletzt kann eine altersgerechte und fachkompetente Betreuung von Verletzten und Kranken stattfinden.

 

Umsetzung des Schulsanitätsdienstes



Der Schulsanitätsdienst kann auf dem Juniorhelfer aufbauen, ist aber auch unabhängig davon realisierbar.
Die Erste-Hilfe-Ausbildung der Schüler erfolgt entweder über eine Lehrkraft mit Lehrberechtigung Erste Hilfe oder über einen externen Erste-Hilfe-Ausbilder. Das BRK bietet für Lehrkräfte spezielle Erste-Hilfe-Ausbilderlehrgänge an. Diese können im Rahmen der Lehrerfortbildung durchlaufen werden und berechtigen zur Durchführung von regulären Erste-Hilfe-Kursen. Die jeweiligen BRK-Kreisverbände sind hierfür - oder auch für externe Ausbilder - gerne Ansprechpartner. Meist dient ein vollständiger Erste-Hilfe-Kurs als Grundlage für den Schulsanitätsdienst. Ein solcher umfasst 16 Unterrichtseinheiten. Dieser wird vom Kultusministerium allerdings erst ab der 8. Jahrgangsstufe empfohlen. Eine alternative Möglichkeit bietet das Programm „Medizinische Erstversorgung mit Selbstschutzinhalten“ oder kurz BMI-Programm (gefördert vom Bundesministerium des Inneren). Dieses Programm ist speziell für 10- 16jährige konzipiert, auf 12 Unterrichtseinheiten angelegt und kostenlos.
(Quelle: mein-jrk.de / SSD)


 

Hier seht ihr einige Fotos vom Schulsanitätskurs in der Mittelschule 2012: